Holz aus dem Frankenwald

Na ja, man kennt das doch aus Filmen, wenn in riesigen Holzflößen Baumstämme durch kanadische Flüsse und Seen aus der Wildnis British Columbiens nach Vancouver geschifft werden. Aber Holzflöße nach Hitdorf? Aus den kleinen Zuflüssen im Frankenwald  in  den Main, wo die Baumstämme zu großen Flößen zusammengebunden und weiter den Main und  Rhein herunter geschifft wurden?
Irgendwie kann man sich das nicht mehr so recht vorstellen. Und doch war es so. Im Jahr 1968 wurde das letzte Floß mit 400 – 500 Meter Festholz auf die Reise geschickt.

Was das alles mit Hitdorf zu tun hat, konnten Sie auf der Sonderausstellung Flößerei – Mit dem Floß über den Main nach Hitdorf am Rhein – lernen. Für diejenigen, die diesen Vorzug nicht oder noch nicht hatten, gibt es ein Begleitheft zu dieser Ausstellung. Leider auch nicht mehr in Papierform erhältlich, aber der Heimatverein hat keine Mühen gescheut. Per Download ist es nun wieder existent. Und jede später geborene Hitdorferin und jeder Neubürger Hitdorfs sollte es gelesen haben. Und wenn Sie uns mal Sonntags besuchen kommen, wird Ihnen Bernd Bilitzki auch einen wunderschönen Film über die Fößerei nach Hitdorf zeigen können. Es lohnt sich!

Kriegszeiten

Hitdorf hat auch schlimme Zeiten erlebt. Das Jahr 1942, in dem Monheim und Rheindorf bombardiert wurden, verlief für Hitdorf noch halbwegs glimpflich. Zwischen März und April 1945, also kurz vor Kriegsende, wurde es allerdings von Deutschen und Amerikanern auch im Straßenkampf schwer umkämpft. 26 Hitdorfer*innen verloren ihr Leben.
Insgesamt hat Hitdorf aus dem ersten Weltkrieg 60 Tote und dem zweiten Weltkrieg ca. 200 Tote zu beklagen.
Der Heimatverein erinnerte an diese Zeiten mit einer Sonderausstellung und einer Broschüre

„Den Gefallenen und Vermissten aus Hitdorf zum Gedenken und den Lebenden zur Mahnung.“

Die Broschüre ist leider vergriffen.
Wir freuen uns aber, dass wir sie Ihnen noch als Download zur Verfügung stellen können.