Hitdorf wird preußisch – die Zeit von 1815 bis 1857

Es war eine aufregende Zeit. Napoleon hatte seine Pläne in Russland aufgegeben, als er sich im November 1812 mit seinem Heer aus Moskau zurückziehen musste. Dem unerbittlichen Winter waren seine Streitkräfte nicht gewachsen. Begleitet von entsetzlichen Kämpfen gegen Russen und Kosaken wurde sein Heer fast vollkommen aufgerieben. Quellen sprechen von 243.600 Toten. Am 3. Dezember erließ Napoleon sein 29. Bulletin, in dem er berichtete, dass der Kaiser zwar gesund, die Armee aber so gut wie vernichtet sei. Zwar gelang es Napoleon, die Reihen wieder aufzufüllen, aber nun galt er nicht mehr als unbesiegbar. Talleyrand, der Frankreich später beim Wiener Kongress erfolgreich vertrat, meinte, dass der russische Feldzug nun der Anfang vom Ende sei. Und in der Tat, getriggert durch einen „Aufruf an mein Volk“ sorgte der preußische König für eine Begeisterung des gesamten deutschen Volkes, sich Napoleon zu widersetzen. Es war dann die dreitägige Völkerschlacht bei Leipzig vom 16.-18. Oktober 1813, in der Napoleon vernichtend geschlagen wurde. In Eilmärschen floh er zurück über den Rhein. Da man befürchtete, dass Napoleon sich mit einer Niederlage nicht in sein Schicksal ergeben würde, beschloss man unter dem starken Einfluss des Freiherrn von Stein auf den russischen Zaren Alexander mit den Heeren Blüchers und Schwarzenbergs ebenfalls den Rhein zu überqueren. In Paris wurde Napoleon abgesetzt und auf die Insel Elba verbannt.

Die Völker waren kriegsmüde geworden. Die fremden Heere zogen sich aus Frankreich zurück. Die Frage, was mit den Ländern und Fürstentümern geschehen sollte, die man von den Franzosen zurück erobert hatte und die unter provisorischer Verwaltung standen, musste geklärt werden. Die Neugestaltung Europas sollte vom Wiener Kongress ausgehen, der vom 18.9.1814 bis 9.6.1815 unter der Leitung Metternichs und des Zaren Alexander tagte. Eine Mammutaufgabe, wenn man die unterschiedlichen Ansprüche und Begierden berücksichtigen wollte. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, die einzelnen Beschlüsse darzustellen. Wichtig aber war, dass Preußen um den nördlichen Teil Sachsens und im Westen um das Rheinland erweitert wurde. Preußen, so hieß es, sollte nun selbständig der Schutz Norddeutschlands gegen Westen, sowie gegen Osten übernehmen. Preußen kam dadurch in die Lage, von nun an notwendig mit ganz Deutschland verwachsen zu müssen.
Quelle: Lehrbuch der Weltgeschichte Band 2 von Dr. Georg Weber (1879)

Diese geschichtliche Einordnung sei dem interessanten Bericht von Karlheinz Lange voran gestellt, der über das Schicksal Hitdorfs als betroffenes Gemeinwesen der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress beschreibt. Öffnen Sie bitte den folgenden Link:

Hitdorf wird preußisch 1815 – 1857

Wenn das kein Erfolg ist!

Im Jahr 2017 hatten sie schon mal ihre kunstvollen Schnitzarbeiten ausgestellt. Wir reden von Rudi Hoffmann und Wolfgang  Deppe, beide Mitbürger aus Hitdorf. Uns erreichten in der Vergangenheit so viele Bitten und Anfragen, ob nicht eine Wiederholung möglich sei, dass wir gar nicht umhin kamen, auch in diesem Jahr eine Sonderausstellung mit Laubsäge und Schnitzarbeiten der Beiden einzuplanen. Jetzt stehen die Termine fest:

10. November 2019
17. November 2019
25. November 2019
01. Dezember 2019
jeweils von 14:30h bis 17:00h

Wir freuen uns auf nette Gespräche mit den Besuchern und Künstlern. Dass es in dieser Zeit selbstverständlich Glühwein und Selbstgebackenes gibt, versteht sich natürlich von selbst.

Stadtführung

Wenn Sie Lust haben und es nicht Hunde und Katzen vom Himmel regnet, machen wir auch gern einen Rundgang mit Ihnen durch Hitdorf. Dann zeigen wir Ihnen auch die Orte, an denen Sie vielleicht sonst achtlos vorüber laufen würden. Vielleicht ja gerade für die vielen Neubürger unserer Stadt ganz interessant.
Bitte melden Sie sich telefonisch oder per e-Mail bei uns, damit wir einen Termin vereinbaren können. Unsere Kommunikationsadresse finden Sie hier.

Liste aller Ausstellungen

<trHeimatverein Hitdorf e.V.Vorschau der Änderungen (öffnet in einem neuen Fenster)

 

1999 Fähre, Schifffahrt, Hafen
Heimatverein Hitdorf e.V.
2000 Hitdorfer Brauereigeschichte
Heimatverein Hitdorf e.V.
2001 Den Gefallenen und Vermissten aus Hidorf zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung
Heimatverein Hitdorf e.V.
2002-2003 Hitdorfer Tabakgeschichte
Heimatverein Hitdorf e.V.
2003 Die Kolpingfamilie in Hitdorf
Kolpingfamilie Hitdorf e.V.
2004-2005 Hitdorfer Streichholzgeschichte
Heimatverein Hitdorf e.V.
2004 11 Johr – Hetdörper Mädche un Junge vun 93 e.V.
Hetdörper Mädche un Junge vun 93 e.V.
2006 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hitdorf
Feuerwehr Hitdorf
2007-2008 150 Jahre Stadt Hitdorf
Heimatverein Hitdorf e.V.
2009-2010 Hochwasserschutz Hitdorf
Heimatverein Hitdorf e.V.
2011-2012 Mit dem Floß über den Main nach Hitdorf am Rhein
Heimatverein Hitdorf e.V.
2013 100 Jahre Sportclub Hitdorf
Sportclub Hitdorf
2014 Hitdorf Gestern bis Heute (Rhein-Wiesenstraße)
Heimatverein Hitdorf e.V.
2015 2 mol 11 Johr – Hetdörper Mädche un Junge vun 93 e.V.
Hetdörper Mädche un Junge vun 93 e.V.
2016 / 2017 Menschen am Fluss
Kunstkreis St. Stephanus Hitdorf
2017 Von der Mühlenstraße zur Hitdorfer Straße
Heimatverein Hitdorf e.V.
2017 Hitdorfer Holzbastler
Rudi Hoffmann und Wolfgang Deppe
2018 Von der Mühlenstraße zur Hitdorfer Straße (2)
Heimatverein Hitdorf e.V.
2019 Von der Stephanus Straße bis zur Hitdorfer Straße (Eröffnung im April 2019)
2019 Hitdorfer Holzbastler (Wiederholung)
Heimatverein Hitdorf e.V.

Von der Mühlenstraße zur Hitdorfer Straße

Unsere aktuelle Ausstellung zeigt den Abschnitt der ehemaligen Mühlenstraße, heute Hitdorfer Straße, vom Aldi-Kreisel bis zur Langenfelder Straße mit historischen Fotos von gestern und neuen Bildern von heute. Eine sehenswerte Ausstellung für alle, die sich in unserer Stadt ein wenig auskennen und an der städtebaulichen Entwicklung interessiert sind.
Für 2019 ist der zweite Teil der Ausstellung geplant, der den Bereich Hitdorfer Straße vom Restaurant Em Schokker bis zum Antoniushof darstellen soll. Dazu sucht Bernd Bilitzki, Vorsitzender des Heimatmuseums, noch weitere Hinweise und Fotos.